Aderlass nach Hildegard von Bingen

Herzinfarkt und Schlaganfall zählen zu den häufigsten Todesursachen in unserer Zeit. Sowohl das eine als auch das andere Ereignis tritt oft durch einen Gefäßverschluss ein. Diesem geht in der Regel eine jahrzehntelange, schleichende Sklerotisierung (Verkalkung) mit mehr oder weniger problematischen Durchblutungsstörungen voraus. Damit sind wir bei der Entstehungsursache: Falsche Ernährung und Bewegungsmangel? Auch. Hauptsächlich aber deshalb, weil wir es versäumen, im naturheilkundliche Sinne von Zeit zu Zeit „unser Blut zu reinigen“! Das sind tradierte Begriffe, die die evindenzbasierte Medizin, landläufig Schulmedizin genannt, so nicht verwendet. Hildegard von Bingen war eine Nonne im Mittelalter, die naturheilkundliche Methoden und Kräuter anwendete und ihre Anwendungen aufschrieb. Auch heute werden ihre Methoden angewandt. Der Aderlass nach Hildegard von Bingen ist eine spezielle Art des Aderlasses, der insbesondere zur „Entgiftung“ des Blutes und somit des Körpers, angewendet wird. Außerdem dient es zur Blutdrucksenkung, zur Zellneubildung der roten Blutkörperchen, zur Entlastung des Blutes bei Krankheiten, bei denen zu viele Blutkörperchen gebildet werden, wie es die Naturheilkunde heute sieht.

Aderlass - Naturheilpraxis Andernach, Heilpraktikerinnen Veronika Grözinger & Christina Krauße

Vieles von dem, was Hildegard von Bingen vorausgeahnt hat, wurde durch die wissenschaftliche Pathophysiologie bestätigt. Über manche „Vorschriften“ mag man lächeln, so die Wahl des richtigen Augenblicks. Aber, warum nicht, nach Möglichkeit daran festhalten? Es könnte ja sein, dass das eines Tages durch die Chronobiologie bestätigt wird.

Neben dem richtigen Zeitpunkt – nach Vollmond – ist das Gebot der Nüchternheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Aderlass. Es wird nur so viel Blut entnommen, wie der Körper hergeben möchte. Der Klient bekommt in der Praxis für Naturheilkunde Andernach im Anschluss der Behandlung, und laut Hildegard von Bingen, Fencheltee und Zwieback, so viel er möchte. Ein regelmäßiger Aderlass kann, so glauben wir, schädliche, verderbliche und krankmachende Stoffe im Blut beseitigen, kann die Entstehung von Krankheiten, die Verkalkung der Gefäße, die Bildung schlechter Blutwerte, kann zu hohen Blutdruck vermindern,  regt die Blutbildung und das Immunsystem an und kann nicht selten sogar nach unserem Selbstverständnis, die Lebenserwartung, die Vitalität, Leistungsfähigkeit und die Gesamtdurchblutung erhöhen. Darüber hinaus kann er auch als zusätzliche Therapieform bei Herzbeschwerden, Depressionen, Leber- und Milzleiden, bei Atembeschwerden, Sehschwäche, Durchblutungsstörungen, Kopfleiden und vielen weiteren Indikationen eingesetzt werden. Das ist ein Credo der Naturheilkunde.

Die evidenzbasierte Medizin redet übrigens hier nicht von Giften, sondern von Stoffwechselzwischen- oder endprodukten und kennt demzufolge praktisch auch keine Ausleitungsverfahren. Das ist eine Terminologie, die sich in der Naturheilkunde etabliert hat, lange bevor es eine schulmedizinische Toxikologie gab. Deshalb verwenden wir diese Begriffe gerne weiter und begeben uns nicht in einen Terminologie-Streit.

Anwender: Veronika Grözinger