Triggerpunktbehandlung

Triggerpunktbehandlung - Naturheilpraxis Andernach, Heilpraktikerinnen Veronika Grözinger, Christina Krauße

Rund 80 bis 90 Prozent der Schmerzsyndrome sollen auf derartige Muskulaturverhärtungen zurückzuführen sein. So ist beispielsweise ein myofaszialer Triggerpunkt im Schulterheber-Muskel (M. trapezius), der Schmerzen im Hinterkopf/ Schläfenbereich auslösen (triggern) kann, auch in den meisten Fällen der Auslöser für jene Schmerzbilder. Triggerpunkte sind kleine Knötchen in ihren Muskeln. Sie können Schmerzen an Ort und Stelle sowie an entfernten, scheinbar unbeteiligten Regionen hervorrufen. Sie sollen für die Mehrzahl aller Schmerzsyndrome verantwortlich sein, vor allem für Schmerzen myofaszialen Ursprungs. Neben Schmerzen führen diese Punkte in Muskeln oft zu erhöhter Erregbarkeit, verzögerte Relaxation und schnellere Ermüdung. Das bedeutet, dass sich der betreffende Muskel für eine bestimmte Bewegung zu stark anspannt, sich danach langsamer entspannt, und schneller ermüdet. Grund dafür ist der erhöhte Energieverbrauch und die übermäßige nervale Aktivität. Etwas einfacher formuliert: Der betroffene Muskel macht einen schlechten Gebrauch von sich selbst, arbeitet nicht so effizient wie er könnte, und wird somit unnötig stark belastet! Das ist ein Teufelskreis, der durch die Beseitigung des Triggerpunktes und der auslösenden Faktoren unterbrochen werden muss. Wird er es nicht, so kann es zur „Lahmlegung“ des betreffenden Muskels kommen, was sich in einer „Pseudo-Muskelschwäche“ manifestiert. Tatsächlich ist der Muskel aber nicht zu schwach, sondern er wird vom Nervensystem nur nicht mehr richtig angesteuert. Dies ist eine Art Selbstschutzmechanismus um den Muskel und den Körper vor „unphysiologischer“ Arbeit zu schützen. Triggerpunkte sind „nur“ der Auslöser für viele Schmerzen.

Als vor ein paar Jahren sich ein paar Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Ärzte sich mit den Triggerpunkten auseinandergesetzt haben, wurden sie von weiten Kreisen der evidenzbasierten Medizin ausgelacht. Heute ist das Gegenstand der Forschung, auch in Universitätskliniken. Aber wir wissen noch viel zu wenig über die pathophysiologischen Zusammenhänge, die Studienlage ist noch nicht befriedigend.

Anwender: Veronika Grözinger und Christina Krauße